A Journey Of A Thousand Miles

Alles läuft wie geschmiert

Samstag, 04.02.2017

Cześć moje ulubione czytelniczki :)

Miri goes abroad, Staffel 3, Folge 9:
Was bisher geschah:

  Mädelsabend Vorher-Nachher 

Klausuren sind geschrieben, Präsentationen wurden gehalten, die letzten Vorlesungen wurden besucht, das Semester ist vorbei. Das muss belohnt werden! Augen zu, Globus drehen und ihn mit dem Finger anhalten. Antarktis... hm... vielleicht etwas zu kalt, noch mal... Kanada... hm... ne, da fahre ich am Ende des Monats hin. Wie wäre es mit Prag? Ne, da war meine Mitbewohnerin Sila schon. Aber sie war noch nicht in Budapest. Ok, lass uns nach Budapest reisen! 

Der Gedanke war ausgesprochen wie eine Schnapsidee und wir haben drüber geschmunzelt, aber noch am selben Abend wurde das Hostel gebucht! 

Montagabend, nachdem Sila ihre letzte Präsentation gehalten hat, ging unsere Reise los. Um Zeiteffizient zu sein, fahren wir mit dem Nachtbus (von dem ich ein großer Fan bin - NICHT). Early check-in im Hostel ist leider nicht möglich, also schlafen wir noch ein Stündchen auf der Couch im Gemeinschaftsraum des Hotels, beide an die jeweils andere Schulter gelehnt. Und dann kann es gestärkt endlich losgehen. 

Wir beginnen die Reise mit einer Free-walking Tour und bekommen so einen tollen ersten Eindruck von der Stadt und ihrer Geschichte. Ungarn scheint andere Länder ganz schön anzuziehen. Völker verschiedener Länder kommen ins Land und vergessen es wieder zu verlassen... für einige hundert Jahre. Aber das macht das Land so vielfältig. Eine Sprache, die türkische Anfänge hat und Gebäude, mit einem Stil wie man ihn in Österreich findet, aber keines der Gebäude ist höher als 96m. So will es das Gesetz. Denn im Jahre 896 wurde Budapest das Land, so wie man es heute kennt, gegründet. 

Am ersten Tag lief alles wie geschmiert. Im wahrsten Sinne des Wortes! Es war super-duper rutschig. Auf den Fußwegen konnte man wirklich nichts davon sehen, aber das man mit Leichtigkeit mehrere Meter schlittern konnte hat man schnell gemerkt. Jeder ist an diesem Tag also durch die Stadt geschlürft, um bloß keinen Fuß anzuheben und einen Sturz zu riskieren (wer an diesem Tag nicht gestürzt ist, war sowieso ein Surviver). 

Die Tour endete am Palast, der eigentlich kein richtiger Palast ist. Im Anschluss hat uns unsere Reiseführerin Barbie (ja sie heißt wirklich so) eingeladen, mit ihr Mittag zu essen, in einer einfachen, aber sehr leckeren Kantine. Für mich gab ungarischen Gulasch. 

Go Exploring

Durchgefroren war es Zeit einen warmen Ort aufzusuchen. Ein Museumsbesuch! Nun ist es aber so, dass Sila und ich andere Interessen pflegen und sie total in ihren Gebieten aufgeht. Das wären zum einem Kunst und zum anderen Geschichte. Sie hat also die nächsten drei Stunden in einer Kunstgalerie verbracht, während ich das 'Hospital in the Rock' Museum und die Mathias Kirche besucht habe. Wenn es nun darum ging einen warmen Ort aufzusuchen, war das nicht die perfekte Wahl, aber gelohnt hat es sich alle Male. 

Mathias Kirche + Museum

Am Tag zwei lief es nicht mehr so geschmiert. Dafür viel alles ins Wasser. Es hat über Nacht geschneit und tagsüber die ganze Zeit abwechselnd geregnet und geschneit. Das Wasser stand auf den Fußwegen teilweise so hoch, dass meine Schuhe fast ganz mit Wasser bedeckt waren. Dementsprechend kalt und zusätzlich noch nass waren wir also am zweiten Tag. Die Schuhe am Donauufer waren unser erstes Ziel. Ein Mahnmal zur Erinnerung an die Ausschreitungen gegenüber Juden im zweiten Weltkrieg. Das Parlament, gleich neben an unser zweites. 

Wir bekommen keine kalten Füßen! Budapest wird entdecktParlament + Museum

Mittags sind wir noch mal mit einem Polizisten aneinander geraten. Es war nicht so einfach sich zu verständigen, schließlich verstehen wir kein ungarisch und er kein Englisch. Aber wir haben uns irgendwie verstanden, mit Händen und Füßen und allen möglichen Gesten.
Wenn wir in Budapest gut Essen wollen, sollen wir doch bitte seinen Bauch anfassen. Das habe ich dann gemacht. Aber Sila meinte, dass muss sie nicht, mit ihrem Bauch ginge das auch. Und tatsächlich. Egal welchen der beiden Bräuche man anfasst, also Silas oder den vom Polizisten, schmeckt das Essen in Budapest!

Damit´s gut schmeckt!

Nach dem Essen gingen wir wieder getrennte Wege. Sila für die nächsten drei Stunden ins Museum und ich bin, an der Oper vorbei, zum Heldenplaz gelaufen. 

Zum Abendessen und für eine nächtliche Tour durch Budapest haben wir uns dann wiedergetroffen. 

Budapest by night

Am dritten Tag haben wir den Durchblick verloren. Wo wollen wir heute hin und wie organisieren wir den Tag? Tja, Frau Liberty brauchen wir nicht zu besuchen. Die wohnt nämlich auf dem Gipfel und die Aussicht lohnt sich kaum, bei Nebel, mit einer Sichtweite von geschätzten 50-100m. Pläne wurden also schnell umgeschmiedet. Nach so viel Marschierei brauchten wir was entspannendes. Und was ist für Frauen entspannender als shoppen? Da Sila gezielt nach einem Shirt, als eine Art Souvenir gesucht hat, bin ich drauf los und habe Window shopping betrieben und einen Spaziergang durch die kleinen Straßen von Budapest gemacht. Fern ab vom touristischen Zentrum lief ich durch die Straßen und habe so einige tolle Lädchen und Cafés gefunden, sowie eine wunderschöne Bibliothek, in der ich eine kleine Café Pause hatte. 

Ich behalte den DurchblickMein Lieblingsort, die Bücherei I see a book, I see a coffee, I see a good day aheadTravelling allows you to become so many versions of yourself

Wir haben noch viel mehr gesehen und erlebt in der schönen Stadt! Und das Wetter hat uns nicht davon abgehalten jeden Tag mehr als 12 km zu laufen (laut meiner App zumindest. Mittwoch bin ich sogar 18 km gelaufen :O ). Aber um all das zu erzählen reicht der Platz hier wohl nicht mehr und die Fotos werden hoffentlich einen kleinen Eindruck hinterlassen. 

I´m in love with places I´ve never been to

Fühlt euch gedrückt!

Pozdrawiam,

Miri

 

 

Silvester Open Air

Dienstag, 10.01.2017

Cześć moje ulubione czytelniczki :)

Miri goes abroad, Staffel 3, Folge 8:
Was bisher geschah:

 

Weihnachten ist das Fest der Liebe und das habe ich daheim bei meinen Liebsten verbracht. Home sweet home! Es tut immer wieder gut nach Hause zu kommen. 

Aber nach einer Woche habe ich mir meinen Freund geschnappt, für ein bisschen Zweisamkeit in Polen. Gemeinsam zu reisen ist was tolles! Über Silvester waren wir in Szczecin (oder auf deutsch: Stettin), wo wir in einer tollen Airbnb Unterkunft gewohnt haben. Airbnb ist ein online Portal, auf dem Privatpersonen ihre Wohnungen für Reisende vermieten, meist zu ziemlich guten Preisen und zentraler Lage. Außer den Unterkünften, haben wir uns vorher aber um nichts gekümmert. Wir haben ganz entspannt vor Ort mal geguckt, was wir unternehmen können. Viel war das allerdings nicht, da durch die Feiertage Museen und Co geschlossen waren. 

Beim ersten Abendessen hat Timo bezahlt und war etwas verwundert, dass ich meine Rechnung gar nicht bekommen habe. Es dauerte etwas bis er verstandt, dass er 13€ für uns beide, inkl. Getränke, bezahlt hat. Sein Gesicht verwandelte sich in Zeitlupe von einem "Wow-ich-kann's-nicht-glauben-Gesicht" zu "hahahaaaaa-ich-kann's-wirklich-nicht-glauben-Gesicht". Unvergesslich! 

Das Wetter am 31.12. war megaaa!!! Das haben wir ausgenutzt und mit unserer Self-guiding Stadtkarte drauflos getiegert. So eine Karte zu lesen kann manchmal etwas verwirrend sein (Smartphone Generation ist das kaum noch gewohnt), vor allem bei den vielen Kreiseln in Szczecin. Wenn man doch nur die roten Linien auf dem Gehwegen der Stadt entdecken würde, die für uns Touris gemacht wurde.
Trotz der Sonne, war es wirklich kalt und ein warmes Cafe an der Straßenecke hat uns sehr angelacht. 

Touris in Szczecin Oh look, it´s coffee o´clock

Am Abend haben wir uns dann in Schale geworfen und sind Essen gegangen. Timo entsprach dabei allerdings nicht dem polnischen Dresscode: Frau hat schön und sexy auszusehen und Mann geht in Jogginghose und Sweater. Das Pärchen neben uns hat es vorgemacht. Aber Timo wollte ja nicht auf mich hören. 
Unsere schicken Outfits mussten nach dem Essen allerdings auch warmen Sweatern weichen, weil es zum Open Air Konzert ging. Vor der Bühne gab es extra abgesperrte Bereiche für die Zuschauer, wo man nur ohne trinken und Böllern rein kam, unsere sogenannte Safety-Zone. Über die haben wir uns richtig gefreut, als um Mitternacht die Raketen in die Lüfte stiegen und Böller links und rechts explodierten. Für eine Weile konnte man denken, wir wären auf einem Hooligan Festival. Aus der Safety-Zone konnten wir alles super verfolgen, ohne in der Menge Angst haben zu müssen einen Polenböller abzubekommen. Und während um uns herum alles jubelt und feiert, bekam ich den schönsten Mitternachtskuss der Welt! 

In der Nacht haben wir der Kälte getrotzt und mit den Bands und dem DJ getanzt. Und da sowieso alles geschlossen war, haben wir uns einen entspannten ersten Tag im neuen Jahr gemacht. Um die Selbstverpflegung wurde sich gekümmert: polnische Pierogi und Rotwein. 

 

Bevor es uns in Stettin zu langweilig wurde, sind wir weitergereist. Nächster Stopp: Poznań (Posen). Leider hat das Wetter nicht mehr so mitspielen wollen. Es war kalt und nass. Wenn man es draußen nicht mehr aushält, sucht man sich eben Alternativen, wie ein warmes Palmenhaus. Oder ein Café zum Aufwärmen. Die Zeit war wirklich toll und viel zu schnell um. Ich wollte Timo gar nicht gehen lassen! (Mein Held! Er hat mir am letzten Tag meinen Koffer vom dritten Stock bis zum Bahnhof getragen!) 

Life is too short to be anything but happyYou´re my sunshine on a rainy day

In Łódź geht die Lernphase los. Nach diesem tollen Urlaub beginnen nämlich bald die Klausuren.
Aber bevor ich mich über meine Hausaufgaben stürze, muss ich den Schnee hier noch mal richtig auskosten! Wenn ich vorher gesagt habe, dass es kalt in Szczecin oder Poznan war... Laut meinem Handy waren es in Łódź gefühlte -23 Grad!!! Falls ihr euch fragt, wo bei euch im Norden der Winter geblieben ist, wisst ihr es jetzt. 

Snowflakes are kisses from heaven

Fühlt euch gedrückt!
Pozdrawiam, 

Eure Miri

 

 

Kraków

Sonntag, 18.12.2016

Diesmal poste ich live aus dem Zug! Es ist Sonntag, der vierte Advent. Uhrzeit: 11:50 Uhr. Und Miris Zug steht still...

Das vierte Adventswochenende durfte sich Krakau an mir erfreuen, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Freitag morgen war ich noch im Dialog Center in Łódź. Es war ein Ausflug mit meinem Uni Kurs 'Kollektives Gedächtnis in Polen'.
Gleich im Anschluss ging es mit dem Zug nach Krakau. Diesmal alleine. Mitreisende ließen sich nicht finden, aber das hält mich vom Reisen schließlich nicht ab. Mein Hostel hätte zentraler nicht liegen können; von meinem Fenster hatte ich einen herzlichen Blick über den ganzen Marktplatz, wo zur Zeit der Weihnachtsmarkt steht. Im Zimmer konnte ich die Pferdekutschen und die Weihnachtsmusik hören. Wenn man so nicht noch mehr in Weihnachtsstimmung kommt ... :)

Kurz nach meiner Ankunft bin ich los und habe eine Free Walking Tour mitgemacht (von der ich ein richtiger Fan bin, falls das noch nicht aufgefallen ist :D ). Diesmal was es die Makaber Tour, mit - wie der Name schon verrät - makabren, wahren Geschichten aus Krakau, von Vampiren, die blutige Mörder waren und andere gruselige Geschichten.

Meine Augen :O

Samstag früh stand Stare miasto (die Altstadt) auf dem Entdeckerplan. Das Wetter war richtig schön, blauer Himmel, klare, wenn auch eiskalte Luft. Während des zweiten Weltkrieges fiel keine einzige Bombe in die krakauer ALtstadt. Die Gebäuden sind also nicht, wie in vielen anderen Städten, nachgebaute Fasaden, sondern die Originale! Zum Beispiel das Wawel Schloss mit einem feuerspuckendem Drachen. Hm.. ok... Das ein Teil des Schlosses ist niiedergebrannt, weil ein Proff mit Chemikalien experimentiert hat... also nicht alles ist unversehrt geblieben. Und noch was super spannendes: 2005 wurde ein mittelalterlicher Marktplatz unter dem heutigen Marktplatz entdeckt. Ich hab einen Spaziergang durch die alte Altstadt Krakaus unterirdisch gemacht. 

o.r. ist mein Hostel Fensterblick, u.l. Hab ich bei der Tour kennen gelernt, super süßes Mädel :)
Etwas weiter stadtauswärts gibt es einen Hügel, von dem aus man die ganze Stadt sehen kann. Und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Rückweg bin ich während des Sonnenunterganges an der Wisła spazieren gegangen (die Sonne geht in Polen übrigens schon eine Stunde früher unter, das war gegen 14:30 Uhr, nur mal so nebenbei).

Can you hear the silence?

Als es also schon duster war bin ich zum Abendessen über den Weihnachtsmarkt geschlendert, hab was typisch polnisches gefunden: Pajda (siehe Foto).

Pajda

Während auf der Bühne Weihnachtslieder gesungen wurden, hört man von der anderen Seite Leute protestieren. Für Medienfreiheit. Die polnische Regierung will Audio- und Videoaufnahmen von Debatten verbieten und damit die Freiheit der Journalisten einschränken. So schön die Weihnachtsstimmung auch sein mag, so eine Nachricht macht sie ganz schön kaputt. Für eine Weile habe ich also mit den Leuten gestanden und protestiert.

Während der free walking Tour hab ich eine wirklich nette Frau kennen gelernt, mit der ich mich abends dann noch in einer Jazz Bar getroffen habe. Es wurde aber nicht mehr all zu lang. Wir beide waren von unserem langen Tag kaputt und am vierten Advent sollte es schon wieder heimgehen.

Tja, aber statt nach Hause zu fahren, steht der Zug in einem Bahnhof und kann nicht weiter fahren. So ist das nun mal manchmal. Aber mit einem guten Buch wird mir schon nicht langweilig :)

Fühlt euch gedrückt!
Pozdrawiam,
Miriam

Torun

Dienstag, 13.12.2016

Cześć moje ulubione czytelniczki :)

Miri goes abroad, Staffel 3, Folge 6:
Was bisher geschah:

Weihnachtsdeko in Lodz

Uni Alltag in Lodz? Oh Wochenende! Torun wird entdeckt!

Dort wohnt meine Großcousine Dominika, die ich vermutlich 10 Jahre nicht mehr gesehen hab. Sie hat mich super herzlich empfangen und mir eine Privattour durch ihre Stadt gegeben, und das ein ganzes Wochenende lang. Selbst Regen hat uns nicht davon abgehalten die schöne Altstadt und die alten Mauerruinen zu besichtigen. Während wir über den kleinen Weihnachtsmarkt schlendern, treffe ich in Torun doch tatsächlich auf ein bekanntes Gesicht! Sie ist eine Freundin von mein Erasmus Freund aus Lodz. Sie war vor etwa zwei Monaten bei uns in Lodz zu Besuch und dann laufen wir uns einfach so über den Weg. Gemeinsam haben wir Torun nachts unsicher gemacht.

Knuddel - Alarm
Normalerweise geh ich auf meinen Reisen abends nicht lange aus, weil ich was vom Tag haben möchte. Tja, ich war aber diesmal spät im Bett und wollte trotzdem was vom Tag haben. Also sind wir dennoch früh raus. Und zwar zum Lebkuchen backen, dafür wofür die Stadt so bekannt ist. Diesmal hat uns der Regen auch nicht mehr so gestört, weil wir drinnen waren.

Es war super toll Dominika wiederzusehen. Jetzt hab ich ein paar neue Erinnerungen, die ich zu unseren Sandkasten-Geschichten hinzufügen kann.
Piernik - Lebkuchen

Fühlt euch gedrückt!
Pozdrawiam, 

Eure Miri

 

 

Staffel 3, Folge 5:

Montag, 12.12.2016

Cześć moje ulubione czytelniczki :)

Miri goes abroad, Staffel 3, Folge 5:
Was bisher geschah:

Dienstag (also der Dienstag von vor vielen Wochen) war kein so schöner Tag, weil ich mit Fieber im Bett lag. Als mein Fieber abends weiter gestiegen ist, haben meine Freunde mich zum Arzt gebracht, bzw. ins Krankenhaus, weil es schon zu spät war. Angelica, mein Roommate, hat mich begleitet. Generell kümmerten sich meine beiden Roommates herzlich süß um mich! Nachdem ich nach zwei Stunden Wartezeit im Krankenhaus dran war, war mein Fieber wie durch Zauberhand gesunken und der Arzt hat sich selbst gewundert, weil mein Körper immer noch wie verrückt geglüht hat. Am nächsten Tag war alles wieder gut und ich bin durchs Zimmer gehüpft, wie ein Flummi. 

Am 11.11. gab es hier übrigens den ersten Schnee. Die letzte November Woche hat es fast die ganze Zeit geschneit, aber leider ist der meiste Schnee schon wieder geschmolzen.

First snow day

Jetzt in schnell Durchlauf:

Ich war in einer polnischen Oper; hatte einen Kursausflug nach Warschau, bei dem wir zwei Museen besucht haben (eins davon war ganz schön patriotisch. So was wäre in Deutschland nie möglich!!), hab mir meiner Mitbewohnerin unser Zimmer weihnachtlich dekoriert a la DIY (Do it yourself), hab ein weitere Museen in Łódź besucht, mir spontan die Haare gefärbt, bin 10 cm gewachsen... nein ok, das war gelogen, geb ich zu... Erkundungsspaziergänge mit Isabella aus Italien gemacht und war ein Wochenende in Wrocław - Breslau.

Ein paar Bilder von den letzten Wochen

Noch eine wunderschöne Altstadt Polens. Die Stadt, in der man sich trifft. So sagt man es zumindest hierzulande. Der ein oder andere hat hier wohl auch schon seine zweite Hälfte gefunden. In unserer Reisegruppe ist das zwar keinem passiert, dafür haben wir aber jede Menge Gnome gefunden. Überall in der Stadt verteilt sind kleine Gnom Statuen, es sind fast 400 Stück hat man uns in der Touristeninformation erzählt. Manchmal tauchen einfach neue Gnome auf, ohne dass man weiß von wem. Die ersten Stunden waren wir also auf Stadterkundung und Gnomjagd. Wir sind über den Weihnachtsmarkt geschlendert und haben Camembert mit Schokolade probiert, waren Billiard spielen und haben wieder eine free walking Tour mitgemacht (und uns dabei wieder alle Gliedmaßen abgefroren, aber es hat sich gelohnt). Auf einer der Brücken zur Insel von Wrocław haben wir noch was anderes interessantes entdeckt: ein Schloss mit den Namen David und Magdalena. Hm... vielleicht haben sich meine zwei Mitreisenden noch nicht gefunden, aber ein Liebesschloss haben sie schon. Sonst stand noch. Black Friday shopping, der Sky Tower, das Rathaus und Pan Tadeusz Museum auf dem Plan.

Dancing in Breslau Krasnale

Und schwupp die wupp, ist das Wochenende vorbei und das nächste fängt an. Diesmal besuche ich meinen Opa und seine Lebensgefährtin, Familie und bekannte in Łobez, dem Ort, in dem ich viel Zeit in meiner Kindheit verbracht hab. Seit ungefähr 5 Jahren war ich nicht mehr dort. Und gleichzeitig lerne ich die Lebensgefährtin meines Opas kennen. 
Leider fing die Reise nicht so schön an, weil ich extra früh am Bahnhof war, mein Zug dann aber Verspätung hatte und ich somit den ganzen Tag mit der Anreise verbracht hab. Aber die schöne Zeit vor Ort hat alles wieder vergessen lassen. Am Samstagabend war ich bei meiner Freundin sogar gleich zum Geburtstags-Dinner eingeladen worden, als sie gehört hat, dass ich vor Ort bin. Viel gibt es eigentlich nicht zu berichten. Allen Bekannten und Verwandten einmal 'Hallo' gesagt und dann stand die lange Rückreise schon wieder an.

Family♥

Fühlt euch gedrückt!
Pozdrawiam, 

Eure Miri

Gdansk <3

Dienstag, 01.11.2016

 

Cześć moje ulubione czytelniczki :)

Es war mal wieder Zeit zu verreisen. In Polen ist der 1.11. ein Feiertag und ich hatte aus diesem Grund Montag und Dienstag frei, also ein langes Wochenende. Ich hab alles ziemlich auf die letzte Minute geplant, aber habe dann eine super Reisegruppe gefunden: Chantal (aus Italien), Magda und David (aus Deutschland mit polnischen Wurzeln). Eine Gute-Laune-Gruppe macht sich auf dem Weg nach Gdańsk. Love at first sight! <3

Auch die Zeit, in der man auf den nächsten Zug wartet wird gut genutzt! Beauty!

Gdańsk ist eine alte, wunderschöne Hafenstadt! David hatte am Freitag Geburtstag und dann gibt es natürlich Kuchen! Das größte Geschenk für unseren leidenschaftlicher Tänzer war aber wohl unsere Dance-Session am Abend. Wir haben uns ein Appartment für die Tage gemietet und haben das Wohnzimmer zum Tanzsaal umfunktioniert. (Leider kann ich hier keine Videos hochladen :(  

Fun in Gdansk

Gdańsk wird auch 3City genannt, weil drei Städte gleich nebeneinander liegen. Sopot ist eine davon und da waren wir am sonnigen Samstag. Sonne, Strand und Meer, umgeben von tollen Leuten. In diesem Moment war alles perfekt! 

Sopot Akrobatik

Am Nachmittag dann noch Kaffee und Kuchen, ein spontaner Besuch im polnischen Theater und am Abend wieder unsere Dance-Session in unserem Wohnzimmer. 

Ein etwas anderer Urlaub. Ich hab diesmal etwas mehr Zeit in der tollen Wohnung verbracht, als ich normalerweise in den Reiseunterkünften verbringe. Man konnte sich da wirklich wie zu Hause fühlen. Wir waren die 'Happy  (Bilderbuch) Family' für dieses Wochenende. Jeden Morgen Pancakes, jeden Abend Candle Light Dinner... :)

Happy Family

Am Sonntag war die Sonne leider etwas müde und hat sich im Wolkenbett eingekuschelt. Also mussten wir mit Regenschirm, Mütze und Schal gegen Wind, Regen und Kälte ankämpfen. Unser Reiseführer hat sich nicht davon nicht stören lassen. Aber so schön er auch erzählt hat, nach 2,5 Stunden waren wir alle ziemlich durchgefroren und brauchten erstmal ein warmes Mittagessen, bevor wir uns auf hohe See wagen konnten. Piratin Miriam hat den Startschuss gegeben! 

Ahoi

Am Abend gab es dann Abendessen im Kerzenschein, gute Musik und natürlich... Nein, diesmal keine Dance-Session, sonder ein Pub Crawl, d.h. wir sind von Bar zu Bar gezogen. Dabei ist eine ganze Liste voller Insidern entstanden. Etalian, David! Etalian!! (Ich hoffe, David liest diesen Eintrag überhaupt, damit er drüber lachen kann :D )

Mit Pancakes gestärkt, ging es zum letzten Mal für dieses Wochenende in die Altstadt und 400 Stufen rauf zur größten Kirche aus Ziegelsteinen weltweit. Die Marienkirche. 

Und mit der wunderschönen Aussicht über die ganze Stadt war der Kurzurlaub auch schon wieder vorbei. 

Goodbye

Aber wer weiß, vielleicht komm ich ja noch mal zurück :)

Fühlt euch gedrückt!
Pozdrawiam,
Eure Miri

 

Was bisher geschah

Dienstag, 01.11.2016

 

Cześć moje ulubione czytelniczki :)

Time is passing way too fast!

Nun aber wieder auf deutsch. Mir geht's hier wirklich gut. Habe mich erstaunlich schnell eingelebt und bin viel unterwegs. Mit meinen beiden Mitbewohnerinnen versteh ich mich mit der Zeit immer besser und besser und besser. Das Wetter könnte etwas auch mal wieder besser werden... diese grauen Wolken...

Aber Schluss jetzt mit den Small Talk übers Wetter. 

 

Staffel 3, Folge 3
Was bisher geschah:

Die Uni hat angefangen und es war ein wenig chaotisch meinen Stundenplan zu organisieren. Aber alles ist fixed und der Studienalltag hat begonnen. Ich mag meine Kurse hier super dupa doll! Drei mal die Woche habe ich einen Polnisch Kurs mit Studenten, die alle russische Philologie studieren. Ich habe zwei Vorlesungen auf Polnisch gewählt, um die Sprache schneller zu lernen und in dem einem werde ich mit Lehramtsstudenten zusammen an einem Projekt arbeiten, um Unterrichtsideen zusammenzustellen. (Aber was ich in der Uni mache, ist für euch vermutlich am uninteressantesten)

In Łódź gab es vor einigen Wochen ein Light Move Festival, das die Straßen rund um Piotrkowska Street gefüllt hat. Auf Gebäuden wurden kleine Filme projiziert und mit Musik untermalt. 

festiwal światła

Ich hab einige hier Museen besucht: ms2 (moderne Kunst), Kanalmuseum, Poznański Palast. Aber davon brauche ich euch schließlich nicht viel erzählen. Seht euch einfach die Bilder an :)

ms2, Kanal, Palast

Achja, wir haben Saras und Cans Geburtstag gefeiert. In den Studentenwohnheimen ist ja alles ein bisschen strenger und eigentlich dürfen nicht mehr als 4 Leute zu Besuch kommen, blablabla... aber nicht in Dorm #8!!! Wir haben einen Gemeinschaftsraum und den durfte ich für uns reservieren. Saras Freunde sind auch zur Zeit als Erasmusstudenten in Polen, allerdings in einer anderen Stadt. Aber ein Geburtstag ist Grund genug um vorbei zu kommen. Der Geburtstagskuchen ist übrigens ein Schmidt's Geburtstagsklassiker! 

Geburtstagsparty

Ich glaube es war in meiner zweiten Woche, als auf einem international Meeting eine Gruppe von Leuten aus Schweden und Norwegen kennengelernt habe, die für zwei Jahre hier in einer Bank arbeiten werden. Man tauscht Kontaktdaten aus, sagt, dass man sich mal wiedersehen möchte, tut es dann aber doch nicht. Aber Deanna und ich haben es gewagt und uns wirklich getroffen! Und hatten eine Menge Spaß! Wir waren auf Geschenke suchen für ihren Kollegen und haben uns für 24 Ü-Eier, selbst gemachten Kuchen und Muffins entschieden. Only problem: Miri hat sich im Butterregal vergriffen und Schweineschmalz statt Butter gekauft. Trotz abenteuerlicher  Backaktion hat es gut geschmeckt und unsere Lachmuskeln wurden auch gut trainiert. 

Überraschuuuuung

Last but not least möchte ich euch vom TEDxPiotrowska erzählen. Kurz: Amazing! 

Ich hab TED Talk erst vor kurzem kennen gelernt und bin begeistert. Eine Non-Profit Organisation, die etwas in der Welt bewegen und verändern will. Das was ich euch weiter geben möchte: alles im Leben hat seinen Sinn! Das Leben hält manchmal gewisse Herausforderungen für uns bereit, um was daran zu gewinnen und zu lernen. Es ist das, was man draus macht!

TEDx

Fühlt euch gedrückt!

Pozdrawiam, 

Eure Miri 

 

 

Warszawa <3

Dienstag, 04.10.2016

Warszawa

 

Piękne miasto! Ein viel zu kurzes Wochenende für eine super schöne Stadt! Sara, David und ich haben dieses Wochenende in Warschau verbracht. Wir haben damit gleichzeitig auch Saras Freund  besucht, der ein Auslandssemester dort macht. Spontan haben wir noch ein schönes Hostel finden können (18 Uhr abends, als wir in Warschau ankamen) und dann unsere groben Pläne für die nächsten eineinhalb Tage gemacht. Da Sara uns mit ihrer Erkältung angesteckt hat, waren wir alle ziemlich platt. Sara und ihr Freund kommen übrigens aus Kroatien und studieren polnische Philologie und beherrschen die Sprache schon ziemlich gut. David ist wie ich mit Polnisch groß geworden, so dass wir uns alle immer auf Polnisch unterhalten haben.

 

Wir waren im Park, in der Altstadt, haben den Garten auf dem Dach der Uni Bibliothek besucht und eine Radtour entlang der Wisła gemacht. In einem super schönen Ambiente Kaffee getrunken und den Straßenmusikanten gelauscht; Regenschirme gekauft , als es anfing zu nieseln und sie nie benutzt, weil es aufgehört hat, als man aus dem Laden kam; Wir haben eine Schlägerei mitbekommen, die nach drei Minuten vorbei war, weil der erste bewusstlos liegen blieb. Aber das kommt hier nicht selten vor. Wir haben Schlösser bewundert und Kirchen besichtigt und am Ende hatten wir viel zu wenig Zeit, für viel zu viel Stadt. So viele neue Eindrücke und so viele glückliche Momente. So viele neue tolle Leute, in einem so tollem neuen Abenteuer in Polen!

 

Garten + Old Town hanging around :) Bei uns gibt es immer Latte (lato = dt. Sommer) Just so beautiful Łazienki-Palast

Pozdrowienia z Polski

Dienstag, 04.10.2016

 


Cześć! Jak się masz?

 

600 km von zu Hause und gute 925 km von daheim bin ich gut in Łódź angekommen. Auf dem Weg hier her, habe ich noch eine Nacht mit meinen Eltern bei Dziadek (mein Opa aus Polen) übernachtet und seine neue Wohnung in seinem süßen 400 Seelen Dorf sehen können. Ich war ganz schön froh nach der langen Autofahrt anzukommen. Unterwegs haben wir noch einen kurzen Stopp auf einem Metallfriedhof gemacht.

 

Yes, Mam!

 

 

Ich bin ziemlich spontan nach Polen gefahren. Ich war mir erst nicht sicher, ob ich den Sprachkurs mitnehmen soll oder nicht. Doch als ich die Email mit der Benachrichtigung eines fortgeschrittenem Kurs bekam, da war ich eine ganze Weile hin und hergerissen. Also beschloss ich am Mittwochabend, dass ich am Sonntag schon nach Polen fahre. Spontanität in Person!

 

Ich hatte also gar nicht genug Zeit, um mir zu viele Gedanken um alle möglichen Dinge zu machen und das wollte ich auch gar nicht. Denn je mehr man sich den Kopf über Dinge zerbricht, desto voreingenommener ist man für die ersten Eindrücke. So war ich positiv überrascht als ich hier ankam. Noch am selben Abend konnte ich in mein Zimmer im Studentenwohnheim einziehen, obwohl ich laut Email erst in drei Tagen hätte einziehen dürfen. Meine Mitbewohnerin Angelica war zur selben Zeit auf dem Zimmer. In Polen ist es üblich sich ein Zimmer mit mehren Leuten zu teilen oder man zahlt ordentlich drauf. Ich werde also die nächsten paar Monate in einem Dreibettzimmer wohnen. Angelica ist ein super liebes Mädchen, deren Mutter aus Polen und Vater aus Ägypten kommt (sie spricht ziemlich gut Polnisch), aber in Griechenland aufgewachsen ist. Nun studiert sie schon seit drei Jahren in Polen.

Unser Zimmer :)

In meinem Sprachkurs sind wir zu sechst. Insgesamt sind es aber über 100 Erasmus Studenten, die meisten besuchen jedoch den Anfängerkurs und sind mit den ganzen ch, cz, dz, dź, dż, rz, sz, dzi Sounds überfordert. (Ich übrigens auch :D )

Roommate und Sprachkurs

Die meisten in meinem Kurs haben polnische Wurzeln, haben die Sprache nur mündlich überliefert gelernt und haben keine Ahnung von der Orthographie. Die lernen wir aber nicht im Kurs, weil dafür zu wenig sei. Aber dafür haben wir bis jetzt viel geredet und gelesen. Das Lesen klappt sogar ziemlich gut, weil ich die polnische Aussprache und Wörter kenne. Unsere Tschechin mix ihre Sprache immer super süß mit Polnisch.

 

Nach dem Kurs mussten am ersten Tag einige organisatorischen Dinge erledigt werden. Ein wenig Bürokratie muss sein. Aber einen Mietvertrag hab ich nicht. Irgendwo muss ja an Papier und Arbeitsaufwand gespart werden :D

 

Am Dienstagabend gab es für die Erasmus Studenten ein kleines Treffen in einer Bar, das sich als Spanische Party raus stellte. Es gibt soooo viele Spanier unter den Austauschstudenten! Aber die haben gute Stimmung gemacht und den Dancefloor eröffnet.

Mit den anderen spreche ich immer auf Englisch, da die wenigsten Polnisch können. Bisher hatten meine Neuronen im Hirn nur Verbindungen zwischen Deutsch-Englisch oder Deutsch-Polnisch. Jedoch ist Polnisch-Englisch neu für mich und so 'I'm sometimes stuck in my head'... :D Ich weiß nicht mehr auf welcher Sprache ich denken soll. :D:D
Besonders verwirrend war es für mich jemand anderem auf englisch bei den polnischen Hausaufgaben zu helfen. Aber auch da bin ich schnell reingekommen. Mittlerweile switche ich zwischen den drei Sprachen ziemlich quick.

Gefühlt ist die zweite Hälfte der Erasmusstudenten hier aus der Türkei. Einer konnte sogar „Good day“ auf Deutsch sagen: „Bundestag“.

 

In Lodz gibt es eine Hauptpassage, ul. Piotrowskowa, die mit 4km die längste Einkaufpassage in Europa ist. Eine super schöne Altstadt!!! In der ein oder anderen Bar hab ich mich schon mit Freunden niedergelassen. Unter anderem auch in der Teestube Kocie Oszy (Katzenaugen), wo man Tee in Gesellschaft von einigen Katzen trinken kann. In einer Gruppe haben wir die „Datefähigkeit“ dieses Ortes für unseren Kommiliton getestet. Kocie Oszy hat den Test bestanden!
(Wobei ich von Leuten aus Kasachstan gelernt hab, dass man zu so einem Ort nur hingeht um Katzen zu streicheln, wenn man in einem gewissen Alter in keiner Beziehung ist; quasi als Beziehungsersatz. Aber das erzähl ich ihm lieber nicht)

Ulica Piotrkowska (mit Sara)Kocie Oszy

 

 

 

Polska♥

Donnerstag, 15.09.2016

Hallo meine lieben Blog-Follower! :)

Es ist schon viel zu lange her, dass der Blog genutzt wurde. Wird also wieder allerhöchste Eisenbahn! 

Ich freue mich auf mein Auslandssemester in Polen und darauf meine Erlebnisse mit euch zu teilen. Hinterlasst mir eure Kommentare, auch darüber freu ich mich sehr! 

In ein paar Tagen geht es los, zunächst erstmal mit einem Sprachkurs. Man sollte meinen, dass mir nach meinen Reisen, Kofferpacken und Abschiednehmen leichter von der Hand gehen sollte. Aber keins von beiden ist der Fall. 

Der erste Beitrag bleibt ein Kleiner. Viel ist schließlich auch noch nicht passiert. 

Genießt die schönen Sommertage im September.

Fühlt euch gedrückt, 

eure Miri ♥

Big City Life :)

Donnerstag, 18.06.2015

Cheers everybody! Hope y'all doing well? :)

Nach einer ruhigen Woche im wunderschönen Cranleigh, ging's am Wochenende wieder ins aufregende große London! Am Freitagabend kam ich bei meiner Oma an, die ich schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatte. Sie kam gegen Mitternacht von der Arbeit zurück nach Hause und dann haben wir noch ein bisschen gequatscht, bevor es – für mich jeden falls - ins Bett ging.
Am nächsten Morgen wurde ausgeschlafen. 8 Uhr! Yeah! Meine innere Uhr wollte nicht^^

Dafür gab es einen gemütlichen Morgen mit meiner Oma, bis ich mich dann auf Londoner Entdeckungsreise gemacht hab. 

Diesmal ging es ins Museum of London, wo ich einmal durch die Londoner Zeitgeschichte reisen durfte. Die junge Lady, der ich für eine Tour joinen durfte, hat einen klasse Einblick in die 40er bis heute gegeben und ein paar Insiderwissen mitgeteilt.

Wie zum Beispiel, dass die original Puppen Bill und Ben, aus der englischen Kindershow The Flower Pot Man der 50er, vom Sender BBC gestohlen wurden, bevor sie im Museum ausgestellt wurden. Bill und Ben (deren Sprache übrigens vom selben Mann kreiert wurde, wie die der Teletubbies) haben also ein Abenteuer erlebt, bevor sie zur Ruhe gekommen sind!   

Die Tourleiterin hat uns auch von Stanley Owen Green erzählt, der als der Protein Man bekannt war. Ein geringerer Verzehr von Protein, mache Menschen besser, netter und glücklicher. Auch die Lust solle durch zu viel Proteinaufnahme verringert werden. Und wenn man zu viel sitzen würde, dann würde sich das Protein in den Füßen absetzen - also, nicht zu viel auf der Couch hocken! :D

  Na, erkennt ihr den Bären? :D

Als ich aus dem Museum rauskam, hörte ich die Glocken läuten – Nein, nicht die in meinem Kopf! Ich bin dem Geräusch mal instinktiv gefolgt und an der Saint Paul's Cathedral angekommen, die ich später auch noch mal vor hatte zu besuchen. Aber bevor es so weit war, hab ich den nächsten Bus zum Covent Garden Market genommen. 

Der war leider nicht so berauschend. Dafür konnte ich im 'The Body Shop' mein Geburtstagsgeschenk abholen; ich hab bei denen nämlich eine Mitgliedschaft :P

Ich bin danach also wieder, wie schon erwähnt, wieder zur Saint Paul's Cathedral zurück gekehrt, wo wieder die Glocken läuteten. Ich hab mir in der Saint Pauls einen Chorauftritt angehört. Ach so, Federica und Roberta hab ich dort auch getroffen, wir waren verabredet. Als der Chor aus dem Hinterzimmer kam und einliefen, blieben sie für ihr Anfangslied unter der Kuppel der Kathedrale stehen und es gab einen wunderschönen Hall durch die große Kirche. Leider wurden die folgenden Lieder von der 'Bühne' vorgetragen, von wo aus man kaum noch was hören konnte :(

Aber immerhin haben wir die Cathedral besichtigen können, ohne einen Penny zu bezahlen. Normalerweise kostet der Eintritt nämlich £18! Aber Miri hat sich mal wieder im Vorhinein informiert (oh man, Eigenlob stinkt, ich weiß!)

Da es mittlerweile Abendessenszeit war, hat es uns zum Street Food Festival gelockt. Leider war die  Werbung größer, als das eigentliche Fest. Aber satt sind wir alle geworden, auch wenn wir keinen Krokodile oder Känguru Burger hatten :D

Ein kurzer Stopp in der Shoppingmall, bevor wieder zu meiner Oma gefahren bin. Ich hab ihr meine Sachen gezeigt und wir haben festgestellt, dass wir beide Shopaholics sind. Oh je, nur gut, dass wir diesmal nicht zusammen unterwegs waren.
Nicht lange darauf, bin ich in einen Tiefschlaf gefallen, den man nur nach einem langen, anstrengenden, aber zufrieden stellenden Tag haben kann  zZzZzZ

 

Am nächsten Morgen hab ich meine Oma wieder gegen ihre innere Uhr geweckt. Um Punkt 8 Uhr war Schluss mit schlafen für mich ^^
Als ich das Haus verlassen hab, wurde ich, wie gestern (und eigentlich immer wenn ich bei meiner Oma bin), von oben bis unten gemustert, ob ich denn auch genug mit Essen und Trinken ausgestattet bin, ob ich nicht doch noch einen zweiten Kaffee möchte, bin ich denn auch warm genug angezogen und und und. Ja Oma, nein Oma, ja… ja… hab dich lieb! Nein, ich brauch wirklich kein... Ja… ok… bis bald! Ist das schön und anstrengend zu gleich von Omas umtüddelt zu werden :D

Diesmal hab ich mich mehr im Zentrum Londons aufgehalten. Ich bin zur Tower Bridge. Und gegen die Allgemeinheit, hab ich mal wieder die Treppen statt den Fahrstuhl genommen. Oben gab es eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Brücke und andere Brücken der Welt und man konnte die Maschinenräume besichtigen. Am beindruckensten war aber der Glasboden, über den man gehen und auf die Straße und Brücke blicken konnte.
1952 musste doch tatsächlich mal ein Bus den Sprung von einer Hälfte der Klappbrücke auf die andere wagen, als die Klappbrpcke hochging während der Bus noch drauf stand! :D 

Weiter ging's zum Monument. 311 Treppenstufen später, durfte ich dann eine tolle Aussicht bestaunen.

Monument     My 5 Minute break :)

Mittlerweile war ich schon ein ganzes Stück zu Fuß unterwegs gewesen. Ein Wunder, dass ich durch all meine Trips noch keine Plattfüße bekommen habe. Geraldine hat einen Schrittzähler und als wir z.B. an meinem Geburtstag in Oxford unterwegs waren, haben wir über 19.600 Schritte gemacht. Das summiert sich ganz schön wenn ich so oft verreise ;D

Die 10 Minuten, die ich auf der U-Bahn Fahrt gesessen habe, habe ich also echt genossen. Mein nächster Halt war ein Bahnhof. Aber es ging noch nicht wieder nach Hause und es war auch nicht irgendein Bahnhof! Es war der Bahnhof an dem es zum Gleis 9 ¾ geht. Ich hab mir eine Fahrt im Hogwarts Express gebucht. Nachdem ich die letzten vier Harry Potter Bücher in den letzten Wochen gelesen habe und ich doch in der Stadt bin, in der sich die Geschichte abspielt, muss ich doch auch mal den Ort des Geschehens besuchen. Eine stolze Dreiviertelstunde musste ich allerdings für das Foto anstehen.

 

Der magische Zug hat mich im Leicester Square rausgelassen, wo es für mich dann zu Fuß weiter ging ins Chinatown. Ich wünschte ich könnte häufiger mit dem Hogwarts Express reisen!
Chinatown war ein toller Stopp. Ich bin durch einige typisch chinesisch überfüllte Krimskramsläden gegangen und von da aus bin ich weitergelaufen zum Piccadilly Circus. Aber lange bin ich nicht mehr geblieben. Die Geschäfte waren alle am Schließen und ich war schon ziemlich kaputt. Also ab zum Bahnhof. Meine Heimreise würde nämlich auch noch eine ganze Weile dauern. Und so war´s auch. Ich kam nicht vor 21:30Uhr zu Hause an.


Aber dafür konnte ich mich ja am Montag, während die Kids in der Schule sind von meinem Wochenende erholen :) (nachdem ich meine Aufgaben erledigt hatte, heißt das ^^)

Einkauf und die Wäsche vom Wochenende:D

 

Ich hole meinen Eintrag über meinen Geburtstag noch irgenwann nach, versprochen :D

Another day in London

Dienstag, 09.06.2015

Hi ho!

Diesmal nur ein kurzes Statement von eurer Miri.

Gegen Mittag kam ich am 04.06.15 in London an, wo ich mich Federica getroffen habe. Die Sonne schien  und kaum ein Wölkchen war am Himmel zu sehen. Wir haben die Londoner Straßen auf unseren Spaziergang passiert und einen Besuch in der British Library gemacht, wo es eine dauerhafte kostenlose Ausstellung von Werken mit unschätzbarem Wert gibt, wie Briefe von Karl Marx, Aufzeichnungen und Notizbücher von Shakespeare und Leonardo DiCaprio, die Magna Carta und und und.

Aber zu viel Zeit wollten wir bei so tollen Wetter nicht drinnen verbringen. Es ging also in den nächsten Park auf die Wiese, wo wir uns gesonnen badet haben. Und so verging der Nachmittag, bis endlich unser Highlight des Tages näher rückte!

Wir haben Verwandte von Federicas Hostfamily zum Diner getroffen.
Nein, das war natürlich nicht das große Highlight. Aber die Lion King Show danach!
Zwei der Verwandten konnten nicht mehr an der Show teilnehmen, da sie vereist waren und so haben wir beide die Möglichkeit bekommen, die Show völlig kostenfrei anzusehen! Wir haben uns gefreut wie kleine Kinder! Eine einmalige Show!
Gänsehaut und Grinsegesichter; im Kopf wurde teils der deutsche bzw. italienische oder auch mal der englische Text mitgesungen.

Eine Szene möchte ich gern noch mit euch Sharen. Als Scar, der böse Löwe mit Sazu, dem Vogel in der Höhle ist und Sazu für ihn singen soll, singt der Vogel doch tatsächlich 'Let it go' von Disney Frozen :'D

Super happy ging es dann am späten Abend wieder in mein kleines Dörfchen.
What a Wonderful Day! ♥

 

Bright Sun in Brighton

Sonntag, 31.05.2015

Montag, 25.05.2015

Während Alex und Sören ihren Urlaub genießen konnten und bis 11 Uhr ausgeschlafen haben, ging für den Rest von uns die Vorbereitung für den nächsten Trip weiter. Am Dienstag früh wollte meine Hostfamily nämlich mit dem Wohnwagen aufbrechen und für drei Tage zu einem Bücherfestival fahren. Davor musste aber noch für Prüfungen der Kids gelernt, Koffer gepackt und der Wohnwagen geputzt werden. Ich hab am Vormittag mitgeholfen, wo ich konnte und am Nachmittag gab es dann aber einen netten Ausflug zum Spielplatz mit Alex und Sören. Phoebe war auf einer Geburtstagsparty, somit waren nur Freddy und Bella mit. Wir übten uns am Klettern, den Monkey Bars und über Kopf baumeln. Und Alex war sogar geduldig genug, um mit Freddy etwas Rad fahren zu lernen. Er hat nämlich ein neues Rad bekommen, das ihm noch etwas zu groß ist und somit ist bzw. eher war er noch etwas unsicher. Aber dank Alex fährt er (fast) wie ne Eins!

Dienstag fuhr meine Hostfamily also los und überließ das Haus Alex, Sören und mir.
Aber ich hatte trotzdem eine nette Beschäftigung. Ich hab nämlich eine kleine Liste bekommen, mit Aufgaben, die ich im Haushalt während deren Abwesenheit zu erledigen hatte. Das sollte mich aber nicht davon abhalten, meine Chance zu vertun, selbst zu vereisen. Schließlich habe ich, so gesehen, drei Tage frei. Ich hatte mich also schon eine Woche zuvor hin gesetzt und ein bisschen recherchiert und am Dienstagabend war das Haus blitzeblank, die drei Wäscheladungen gewaschen und zusammengelegt (ich frag mich immer wie die jeden Tag so viel Schmutzwäsche produzieren können!) und meine Tasche gepackt. I´m ready to go!

Am nächsten Morgen bin ich zeitig aufgestanden und hab mich fertig gemacht. Es war nur erstaunlich ruhig im Zimmer von Alex und Sören. Die beiden wollten mich nämlich begleiten. Komisch… Eine Stunde später ging bei denen die Tür auf, aber Alex, scheinbar ein kleiner Morgenmuffel, lag noch ganz verschlafen im Bett. Deren Morgen fing etwas gemütlicher an. :D

Ich bin also allein auf und davon nach Brighton. 

Natürlich immer mit dabei: Ein gutes Buch für unterwegs. Und so sitze ich im Zug, einem Mädchen, etwa in meinem Alter gegenüber und wir beide sind ganz in unsere Bücher vertieft. Als wir beide von unseren Büchern kurz aufschauen, müssen wir schmunzeln. Wir halten beide ‚Harry Potter and the Goblet of Fire‘ in unseren Händen. Zufälle gibt´s :D

Nach etwa zweieinhalb Stunden, die ich insgesamt unterwegs war, kam ich endlich im schönen Brighton an. Das erste was mir ins Auge gefallen ist, war das Klavier in der Bahnhofshalle, auf dem ‚Please Play Me‘ stand.

Eine kleine Kinderattraktion :D

Der Weg zu meinem Hostel war super easy und nach nur 10 Minuten Fußweg, kam ich auch schon an. Das Hostel hatte das Meer direkt vor der Tür.

Der Fensterblick aus dem Frühstückssaal

Meine Sachen hab ich nach dem Check-in auf meinem Bett abgeladen und bin mit kleiner Handtasche drauf losgegangen. Es war Lunch-Time und ich hoffte ganz stark noch ein nettes Restaurant finden zu können, denn die Hauptstraße war übersäht mit Döner und Burger Buden. Ich lief also durch die Straßen und hab bald schon eine der Hauptattraktionen Brightons entdeckt: ‚The North Laine‘. Eine lange Einkaufsmeile, der anderen Art. Ein großer Mix von kitsch, exotig und funk. Sehr viele Unikate, Schmuck, Skulpturen, Gemälde, Kleidung der besonderen Art, unteranderem in 50er Jahre style oder auch Kleider mit Wohnwagenbiledrn drauf, und und und. Die Restaurants in der Gegend waren meist vegetarisch, wenn nicht sogar Vegan. Sogar einen vegetarischen Schuhladen haben die hier!

Ich hab ein tolles Video gefunden, was ein bisschen das Gefühl auf der North Laine vermittelt:
https://vimeo.com/36404993

Ich hab die kleine Straße richtig genossen. Im ersten Stock eines Restaurants, in dem ich mich dann niedergelassen hab, hatte ich dann meinen veganen Burger, der aus Champignons gemacht wurde. Und etwas später hab ich dann einen veganen, Zucker-, Gluten-, Getreide- und was weiß ich noch alles –Freien Nachtisch; ein veganer Snickers.

Nach dem ich also gestärkt war und die North Laine fürs erste genug erkundigt hatte, ging ich wieder South, zum Strand! Das Wetter war echt herrlich, aber so direkt am Meer wehte ein frischer Wind, was aber nicht alle davon abhielt, nicht ins Wasser zu springen! Ich hab ein wenig in den Souvenirläden am Strand gestöbert. Als ich gerade am Postkartenständer stand, hatte ich doch richtig Glück gehabt. Denn nur wenige Zentimeter von mir entfernt machte es auf einmal *Platsch* und da lief die Möwensoße am Ständer neben mir an den Magneten runter.

Ein Stückchen weiter kam ich zum Brighton Pier, der ein kleiner Attraktionspark ist, mit Achterbahn, Wasserbahn, Spielehalle, Trampolin und noch vielem mehr. Ich hab allerdings nur eine Fahrt mitgemacht und das war die hinter der Fotoleinwand :D

Dafür hab ich aber gegambeld – also geglücks-spielt wenn man nach einem deutschen Wort suchen würde. Ich hab sogar einen kleinen Froschschlüsselanhänger gewonnen!

Am späten Nachmittag, fast schon Abend, bin ich auch noch mal ein bisschen in der Mall shoppen gewesen und ja – ich bin (natürlich) fündig geworden.

Wieder zurück im Hostel, hab ich mich dann nur schnell umgezogen, mein schon vorher gekauftes Essen im Essenssaal mit Meeresblick gegessen und bin kurz darauf dann los zu einer Show in einem Pubkeller.
Es sollte eine Comedy – Show der etwas anderen Art sein und ich dachte mir, ich lass mich mal auf was Neues ein. Ein Mann im Blaumannsanzug, schwarz geschminktem Gesicht und Helm auf dem Kopf, trat vor das Neun Mann Publikum. Mit seinem roten Staubsauger namens Henry fing die Show an. Also eigentlich hat er nur für eine Minute gesaugt und das war auch schon Sinn und Zweck des Staubsaugers. Sollte glaube ich witzig sein. Naja… Wie sich herausstellte, hatte der… ähm… Schauspieler?!... Darsteller?!... Der Kerl auf der Bühne, einen etwas schrägen Humor, den nicht jeder mit ihm teilte. Nach etwa 20 Minuten verließ ein Ehepaar die Show. Ich fand seine Witze auch nicht so berauschend. Wer es witzig findet ‚Breadhand‘ (also Brothand) als ein Adjektiv in einer Personenbeschreibung zu nutzen, dem Kerl zuzusehen, wie er ein paar Toastscheiben aus einer Tüte rausholt und sich diese an seine Hand presst, um zu veranschaulichen, was er mit ‚Breadhand‘ meint, um das Brot dann in die nächste Ecke zu schmeißen…. Naja, da ist vielleicht mal etwas in seinem Leben schief gelaufen. Vielleicht sollte er, die Erdnüsse nicht einfach nur auf der Bühne rumschmeißen, sondern diese auch mal essen, die sollen eine beruhigende Wirkung auf den Körper haben.
Ich hab die Show dann auch nach einer Weile einfach verlassen. Das war mir dann irgendwann einfach zu blöd :D

Den Staubsauger hab ich übrigens am nächsten Tag in einem Café wieder gesehen... Vielleicht war der Typ hinterm Tresen ja der Darsteller und hat mich so komisch angeguckt, weil ich die Show frühzeitig verlassen habe?! :D

 

Mein erster Tag in Brighton ging also zu Ende.
Und nach einem unruhigen Schlaf (der Mann im Hochbett über mir, hat so laut geschnarcht und so doll gewühlt, dass das ganze Bett erschüttert ist), fing mein zweiter Tag an.

Nach einer Tasse löslichen Kaffee im Hostel, bin ich auf die Suche nach meinem Frühstück gegangen. Letztendlich hab ich mir dann aber einfach nur eine Kleinigkeit im Supermarkt geholt und es dann auf den Treppenstufen der Brighton Unitarians Church gegessen.
Vor dieser Kirche habe ich dann meine Gruppe getroffen, mit der es auf die Radtour durch Brighton gehen würde. Die Gruppe bestand aus dem Reiseführer, einem älteren Ehepaar aus Nordengland und meiner Wenigkeit. Eine kleine, aber feine Gruppe. Als wir alle auf unseren Satteln waren, ging es auch schon los, vorbei an einigen der vielen Parkanlagen, die Brighton zu bieten hat, wir haben zwei Kirchen besucht, eine davon, die s. Bartholomew´s Brighton, ist die höchste Kirchengemeinde Europas.

Im Haus von Preston Manor, an dem wir halt machten, soll es vor Jahren sogar mal gespukt haben. Immer wieder sollen unerklärliche Dinge im Haus passiert sein; Seidenkleider wurden in raute Muster geschnitten oder Gestalten wurden gesichtet. Der Grund dafür sei eine Nonne, die unfairerweise von der Kirche ausgeschlossen wurde und nach ihrem Tod in unheiligen Boden begraben wurde. Um dem Spuck ein Ende zu setzten, müsse eine christliche Beerdigung stattfinden.
Ein Jahr später gab es eine große Epidemie, weshalb die Abwasserrohre im Haus untersucht wurden und dabei wurde ein Skelet einer weiblichen Person gefunden, das circa 400 Jahre alt sein sollte. Scheinbar hat ein lokaler Totengräber das Skelet umgelegt. (HÄ?!) Auf jeden Fall soll seitdem der Geist nicht wieder gesichtet worden sein ^^

Die Tour ging weiter, durch den wunderschönen Garten vom Geisterhaus, wo zwei beeindruckende Bäume standen, die innen vollkommen hohl waren. In dem einen der Bäume konnte ich sogar reingehen. Unser Tour-Guide hat uns erzählt, dass die Gärtner berechnet haben, wie der Baum beschnitten sein müssen, damit sie nicht in zwei brechen, auf Grund des Gewichts der Äste und Blätter.

Weiter ging es über die Hinterstraßen, die voller – übrigens legaler - Graffiti sind (Markenzeichen Brightons) und weiter zur Promenade am Meer und nach zweieinhalb Stunden kamen wir wieder am Startpunkt an und unsere Tour wat zu Ende. Der Guide war einfach Klasse und die kleine Gruppe hat das ganze sehr persönlich gemacht. Super gelaunt gab es noch ein Abschlussfoto und dann ging ich wieder alleine drauf los.

 

Ich hab noch mal das Feeling in ‚The Lanes‘ genossen und mich am Spätnachmittag mit meinem Buch in ein Café gesetzt und mir eine Tasse Kaffee gegönnt, bevor ich dann glücklich der wunderschöne Stadt Brighton Tschüss sagen musste.

Organiiiiiiic :)

Nach so erlebnisreichen Tagen gibt es nichts besseres, als völlig erschöpft in ein Haus zurück zu kehren, in dem man sich so richtig wohl fühlt ♥

Glückliche Miriiiiii :))

Forrest School

Freitag, 29.05.2015

Mittwoch, 20.05.2015

Ich hab meine Hilfe in Freddys Schule für die Forrest School angeboten. Nachdem es Montag und Dienstag aber wie aus Eimern gegossen und sogar gehagelt hat, fiel der Waldausflug für Mittwoch leider aus. Freddy hatte sich richtig gefreut, dass ich in die Schule kommen würde und da seine Lehrerin angeboten hat, dass ich trotzdem bleiben könne, hab ich das getan.

Es war richtig toll zu sehen, wie ein typischer Morgen in einer Englischen Grundschule aussieht. Freddy ist in der 2. Klasse. Die ersten paar Minuten wird frei gearbeitet, bis es um 9 Uhr in die Great Hall (eine Turnhalle, die für verschiedene Anlässe genutzt wird) ging, für das morgendliche Assembly. Die ganze Schule versammelt sich dort und die Kids sitzen in Reihen auf dem Boden – von der Vorschulgruppe bis zur 4. Klasse. Als die ganze Schule versammelt war, hat die Pastorin ein bisschen vom Projekt der 3. Klasse der vergangenen Woche erzählt und einige der Kids haben ihre Bilder gezeigt und ihre Gebete vorgelesen. Nach 15 Minuten ging es wieder in die Klassenräumen.

Jeden Morgen versammelt sich die gesamte Schule in der Great Hall, um gemeinsam Geschichten über die Bibel zu hören oder um Neuigkeiten auszutauschen. Das ist in allen Schulen in England so üblich.

Im Anschluss durfte ich die Generalprobe für Freitag sehen. Am Freitag zeigt Freddys Klasse der ganzen Schule ein typisches chinesisches Assembly. Seine Klasse hat Chinesisch Unterricht mit einer ganz niedlichen Chinesin.
Ich bin noch für den Matheunterricht geblieben. War ja super erstaunt wie fit Freddy ist. Er ist super schüchtern in der Schule und ganz still und zurückhaltend, aber flott mit seinen Matheaufgaben.
In der Schule sind die wirklich Top ausgestattet. Ein Wide Board als Tafel, die Lehrerin hatte ein Bluetooth Mikrofon um den Hals hängen, das zu kleinen Boxen an der Decke verbunden war und eine Lehrerin hatte ein extra Mikrofon um den Hals hängen, das mit einem Kopfhörer einer schwerhörigen Schülerin verbunden war. Alles vom Staat finanziert! :O

Nach einer netten Tasse Kaffee im Lehrerzimmer bin ich dann wieder nach Hause gefahren, wo ich mich dann mit Geraldine und Kristal (Au Pair aus Neuseeland) zum Lunch getroffen habe.
Kristal passt auf zwei Kids auf. Der Junge geht in Freddys Klasse und das Mädchen in Phoebes. Also wären Playdates perfekt zwischen uns! Mal sehen was sich machen lässt… Da sind schließlich immer noch die langen Schultage und verschiedenen Afer-School-Activities…

Wir Mädels hatten auf jeden Fall eine richtig tolle Zeit in dem etwas verstecken Restaurant! :)

Das Dörfchen hier sieht sehr unscheinbar aus, aber hat so manche Liebenswerte Ecken! Ich genieße es echt sehr hier zu wohnen. Aber leider ist gerade hier alles mega teuer. Surrey gehört zu dem Reichsten Gegenden Englands. Leider ist mir mein Millionär Boyfriend noch nicht übern Weg gelaufen :D

 

Freitag, 22.05.2015

Die Sonne hat das ganze Regenwasser im Wald die vergangen zwei Tage gut trocknen können und so fand Forrest School an Freitagmorgen statt. Gleich neben der Schule befindet sich ein Wald, in dem sich Freddys Klasse dann getroffen hat. Die Schüler haben sich in kleinere Gruppen aufgeteilt, in dem sie entweder chinesische Nummern aus Stöckern geformt haben, chinesische Drachen entworfen aus Blättern, Stöckern und was sich sonst so im Wald finden ließ oder Stöcker gesammelt, für die nächste Klasse, die trockene Stöcker brauchen wird. Mit den Stöckern, die von der vorherigen Klasse gesammelt wurden, wurde ein Lagerfeuer gemacht und jeder durfte ein bisschen dazu beitragen, indem sie ein Wattebausch angezündet wurde. Über den Feuer wurde später Wasser für chinesischen Tee gekocht. Und während wir alle Tee schlürften, haben einzelne Schüler der Klasse ihre selbstgemachten Tierrätsel vorgelesen. Freddy hat sich richtig gefreut mich da zu haben. Immer wieder kam er zu mir gelaufen und hat mich geknuddelt, bevor er wieder mit seinen Drachen weiter gemacht hat.♥

Nach der Forrest School bin ich wieder nach Hause gefahren. Es ging dann gleich weiter zu Bellas und Phoebes Schule, denn dort fand ein Summer Concert statt – Percussion, Chor, Orchester. Die Schule hat wirklich einiges zu bieten und ich war natürlich besonders stolz auf ‚meine‘ beiden Mädels :)

Am Abend als die Kids dann im Bett waren, hab ich die Küche in ein kleines Schlachtfeld verwandelt. Ich habe einen Geburtstagskuchen für meine Hostmom Heather gebacken. Und während der Kuchen im Backofen war, saß ich mit meinen Hostparents zusammen und wir haben gequatscht. Als ich mich am Anfang gerade zu denen gesetzt habe, sprachen sie über verschiedene Schüler. Die beiden schalten wirklich selten mal komplett von ihrer Arbeit ab :D
Und während wir so da saßen, trank meine Hostmom (noch bevor sie Abendessen hatte) ein Gläschen Weinchen und man hat schon etwas gemerkt, dass sie relaxter wurde. Wir haben auf jeden Fall einiges zum Lachen gehabt ^^
Und während wir so über deren Schule und den verwöhnten Kids und den reichen Eltern sprechen, erzählt mir mein Hostdad, dass ich vorletzte Woche, bei der Tanzaufführung von Phoebe, neben der Frau von Eric Clapton saß und seinen Töchtern ebenfalls beim Tanzen zugesehen hab. Na bitte! Ich glaub ich komme meinem Millionär Boyfriend einen Schritt näher :D

Are we there, yet?

Freitag, 29.05.2015

Hallöchen liebe Blogleser!

Bei mir die letzten Tage immer gut was los und ich war viel unterwegs. Also allerhöchste Eisenbahn mich mal wieder hinzusetzten und euch ein wenig Bericht zu erstatten.

Das Chaos, das am Freitagabend beim Geburtstagskuchenbacken entstanden ist war entfernt und am Samstag (23.05.2015) hatte meine Hostmom dann Geburtstag. Aber der Tag verlief relativ ungeburtstagshaft. Alex, ein ehemaliges Au Pair der Familie und ihr Freund Sören sollten am Abend ankommen und für eine Woche hier bleiben. Dazu haben die Ferien begonnen und danach würden einige wichtige Klausuren für die Mädels anstehen, was für die Lernen, Lernen, Lernen bedeutet. Die Mädels haben ihre Sporttaschen (ich sollte eher Koffer sagen!) über die Ferien mit nach Hause gebracht und eine der Taschen war eine volle Wäscheladung. Dazu kamen noch Unmengen normale Wäsche hinzu. Wir hatten eine ganze Wäsche-Berglandschaft in der Küche!

Aber als Alex und Sören am frühen Abend ankamen, war das Haus herausgeputzt und die Kids hatten ihre tägliche Lerneinheit hinter sich. Naja aber all das hat natürlich etwas Zeit und Arbeit gekostet und abgesehen von einer kleinen Kaffee – Tee – Geburtstagskuchen – Pause, war der Tag eher ungeburtstagshaft. Aber dafür konnte sich Heather umso mehr auf den Abend freuen. Sie und Tim sind ins Kino ausgegangen (was die Beiden wohl schon seit langem nicht mehr gemacht haben) und sind danach in ein Steakhouse essen gewesen.

Wir zu Hause gebliebenen haben unsere Spaghetti Bolognese genossen und nach dem ich Freddy ins Bett gebracht und mit ihm gelesen habe, wurde es sich im Wohnzimmer gemütlich gemacht und ‚The Eurovision Song Contest‘ wurde geguckt. Phoebe hat die einzelnen Länder nach ihren Kostümen beurteilt und Bella mehr nach der Choreografie.
Die Zeit verging und ein super glückliches Geburtstagskind kam am späten Abend müde und zufrieden nach Hause.

 

Am nächsten Morgen wurde nicht lange in den Federn gelegen! Freddy war vermutlich der Erste, der hellwach durchs Haus turnte. Schließlich stand heute seine Geburtstagsparty auf dem Plan:

Legoland, wir kommen!

Trinken und Essen in die Rücksäcke gepackt, auf die zwei genauso aufgeregten Geburtstagsgäste gewartet und dann ging es schon mit zwei Autos los.
Es dauerte nicht lange und… ‚Are we there, yet?‘ (Sind wir schon da?)
Als die Jungs im Auto irgendwann wirklich keinen Gesprächsstoff mehr hatten (Minecraft wurde lang und detailliert besprochen), wurde ‚I spy with my little eye‘ (ich sehe was, was du nicht siehst) gespielt. Einer der Jungs schien da besonders gut drin zu sein. ‚I spy with my little eye something BLACK‘ und die anderen beiden haben sich wirklich Mühe gegeben, den schwarzen Gegenstand zu finden. Naja am Ende war er dann doch blau und beim nächsten Mal eher silber als grau. Das ist wohl noch etwas ausbaufähig :D

Aber darüber sollten wir uns in Legoland keine Gedanken mehr machen müssen. Wir waren nach eineinhalb Stunden Fahrt endlich da!
Auf Grund unserer großen Gruppe und der unterschiedlichen Interessensituation innerhalb der Gruppe, wurde sehr weise entschlossen sich im Park aufzuteilen. Alex, Sören, die Mädels und ich und der Geburtstagstrupp, plus Eltern. Die Mädels konnten sich erst nicht so recht einigen, was sie denn machen wollten und was cool genug für sie wäre. Durch einiges durch einander, hab ich sie fälschlicher Weise in die Schlange zu einem ‚Pony-Ride‘ gebracht, in dem scheinbar niemand rein wollte. Die Stimmung der beiden pubertierenden Mädels schien zu kippen. Aber als wir dann aus unserem Ponys los geritten sind, kribbelte es bei jedem von uns ein bisschen im Bauch, das Karussell uns hoch und runter schaukelte. Danach war die Stimmung gerettet und wir konnten vergnügt zum nächsten Fahrgeschäft.
In der Mittagszeit haben wir uns wieder mit allen zu einem Picknick versammelt, bevor es wieder los ging.

Am Abend waren alle müde, aber am müdesten waren vermutlich Heather und Tim. Die konnten es kaum abwarten endlich wieder zu Hause zu sein! Der Giftshop war für sie das schlimmste. Alle Kids konnten sich dann noch was aussuchen und als es gerade anfing leicht zu nieseln, saßen wir auch schon startklar im Auto.

Noch bevor wir den großen Parkplatz verlassen hatten, konnten wir wieder ‚I spy with my little eye‘ lauschen. Oh je… ‚Are we there, yet?‘

Freddy hat für jedes Kind mit viel Liebe eine Süßigkeitentüte gefüllt 

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Miriam

 

Czesc! :)

Meine Reiselust hat noch kein Ende gefunden. Nach meiner Zeit in den USA und England, starte ich nun mein Auslandssemester in Polen. Und auch diesmal könnt ihr gerne ein bisschen mitreisen, lachen und euch vom Entdeckungsfieber anstecken lassen. 

Bis ganz bald, 

Eure Miri

 

Beginn Auslandssemester

 

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